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Barrierefreiheit

Barrierefreie Websites sind

Die BITV 2.0 sieht vor, dass Webseiten und IT-Systeme öffentlicher Anbieter in Zukunft barrierefrei gestaltet werden müssen. Ziel der BITV 2.0 (Barrierefreie Informations-Technik-Verordnung) ist es, dass alle Menschen unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen, Onlinedienste nutzen können.



Typische Einschränkungen sind z.B.:

  • Sehschwächen in verschiedenen Varianten und Abstufungen

  • Körperliche Beeinträchtigungen

  • Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit

  • Geistige Beeinträchtigungen und Sprachbarrieren

Was versteht man unter einer barrierefreien Website?

Eine barrierefreie Webseite soll für Menschen mit Einschränkungen, wie z.B.: Sehbehinderungen, Gehörlosigkeit oder auch körperliche Einschränkungen, uneingeschränkt nutzbar sein. Das betrifft folgende inhaltliche und funktionelle Bereiche:

  • Verwendung von klarer und einfacher Sprache

  • Verfügbarkeit von Textalternativen zu Bildern, Audios und Videos

  • Unterstützung von Tastaturbedienung statt nur Mausbedienung

  • Überprüfbarkeit mit automatischen Tools

Die Barrierefreiheit wird in den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) definiert. Es gibt zudem Test- und Prüfverfahren, um die Webseite auf Barrierefreiheit überprüfen zu lassen.


Folgende Website-Betreiber sind verpflichtet, barrierefreie Inhalte zur Verfügung zu stellen:

Nach § 12 BGG sind alle Webseiten von öffentlichen Behörden in der EU verpflichtet, die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Aber auch Webseiten von Unternehmen, die sich zu mindestens 50 % in öffentlicher Hand befinden oder Fördergelder erhalten, sind betroffen, z.B.:

  • Öffentlicher Nahverkehr

  • Gesetzliche Krankenkassen

  • Kassenärztliche Vereinigungen

  • Ärztekammern

  • Gerichte und Justizbehörden

  • Sozialversicherungen

  • Industrie- und Handelskammern

  • Hochschulen

  • Sparkassen

  • Zweckverbände


Welchen Nutzen hat eine barrierefreie Webseite?

Neben der Tatsache, dass barrierefreie Webseiten von einer größeren Userzahl nutzbar sind, bieten sie zudem weitere Vorteile:

  • Verbesserte Usability

  • Erhöhte Reichweite

  • Zusätzliche Sichtbarkeit bei der Suchmaschinenoptimierung

  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
     



Checkliste für Barrierefreiheit: Wie wird eine Website barrierefrei?
Die wichtigsten Punkte, die ihr für eure Website beachten solltet, um diese barrierefrei zu gestalten:

Barrierefreies Webdesign

  • Wichtig sind flexible Farbspektren und klare Kontraste zwischen Text und Hintergrund.

  • Achtet auf eine klare Struktur und aussagekräftige Headlines.

  • Verwendet einheitliche und ausreichend große Buttons und Teaser.

  • Eure Schriften sollten ausreichend groß und nicht zu dünn sein.

Barrierefreie Texte

  • Eure Texte sollten in einfacher Sprache geschrieben sein.

  • Achtet auf eine leicht verständliche Gliederung mit kompakten Absätzen.

Funktionalitäten barrierefrei gestalten

  • Ermöglicht die Bedienung eurer Website über die Tastatur (statt nur Mausbedienung).

  • Achtet auf klare und aussagekräftige Headlines.

  • Bilder, Grafiken und Formulare sollten eindeutige bezeichnet werden.

  • Links sollten ebenfalls aussagekräftige Texte beinhalten.

Barrierefreie Videos und Audiodateien

  • Eure Videos sollten immer mit einem Untertitel abspielbar sein.

  • Für Audiodateien sollten Transkripte oder Zusammenfassungen verfügbar sein.

  • Stellt Audiobeschreibungen für Videos bereit.

  • Nutzt für multimediale Inhalte gut erkennbare Icons zur Steuerung (Play, Stop, etc.)